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Leserbrief zum Artikel "Die moderne Psychiatrie im Spannungsfeld zwischen Machbarkeit und Finanzierbarkeit" SANP 6 vom 21.9.2016

DOI: https://doi.org/10.4414/sanp.2017.00453
Publication Date: 18.01.2017
Swiss Arch Neurol Psychiatr Psychother. 2017;168(01):26

Monika Diethelm-Knoepfel

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In Zukunft eher weniger als mehr Betreuung von psychisch Kranken

Der Artikel enthält interessante Überlegungen, die zum Nachdenken anregen. Zwei Punkte fehlen mir allerdings: Bei den wich­tigen Partnern unter den Leistungs­erbringern fehlen die psychologischen Psychotherapeuten, mit denen schon heute viele Fachärzt­Innen für Psychiatrie/Psychotherapie respektive Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie zusammenarbeiten. Und es ist kaum die Rede von den Nachteilen der ­Unterversorgung in gewissen Gebieten: Dort läuft zwar kaum ein Patient Gefahr, eine ­unnötige Behandlung zu erhalten. Hingegen müssen viele psychisch Kranke lange auf eine adäquate Therapie warten oder finden gar ­keinen Facharzt, wenn sie der jeweiligen Landessprache nicht mächtig oder nicht ­mobil sind. Dazu kommt, dass die Zahl der Hausärzte ebenfalls zurückgeht, und die Grundversorger somit in Zukunft eher ­weniger als mehr Zeit haben werden, um ­psychiatrisch ­Erkrankte zu betreuen.

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