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Schweizerische Gesellschaft für Sportpsychiatrie und -psychotherapie SGSPP: Jahresbericht 2020 und Ausblick

DOI: https://doi.org/10.4414/sanp.2020.03164
Publication Date: 22.12.2020
Swiss Arch Neurol Psychiatr Psychother. 2020;171:w03164

Claussen Christian Malte

Präsident und Ressortleiter Erwachsenpsychiatrie und -psychotherapie, Schweizerische Gesellschaft für Sportpsychiatrie und -psychotherapie (SGSPP); Ärztlicher Leiter Sportpsychiatrie und -psychotherapie, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich; Privatklinik Wyss AG, Münchenbuchsee; Psychiatrische Dienste Graubünden

Einleitung

Die Schweizerische Gesellschaft für Sportpsychiatrie und -psychotherapie SGSPP bezweckt die Förderung der Sportpsychiatrie und -psychotherapie in der Schweiz im Leistungssport und in der Allgemeinbevölkerung.

Die COVID-19-Pandemie wirkte sich auch auf die Aktivitäten der SGSPP aus. Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen, wie zum Beispiel die am 22. und 23. Januar 2021 geplante International Conference on Sports Psychiatry ICSP in der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, mussten verschoben werden. Den Aufbau der SGSPP und ihre Initiative in beiden Tätigkeitsfeldern (Sport und Bewegung in Prävention und Therapie psychischer Erkrankungen sowie psychische Gesundheit und Erkrankung im Leistungssport) konnten wir aber dennoch und trotz aller Einschränkungen fortsetzen.

In den Tätigkeitsfeldern beschäftigte uns auch die COVID-19-Pandemie direkt. Die Bedeutung und Empfehlung von Sport und Bewegung während der Pandemie und zum Erhalt der psychischen Gesundheit wurde in Publikationen von SGSPP-Mitgliedern (mit) ausgearbeitet [1, 2]. Für die Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin wurde zudem unter Beteiligung von Mitgliedern der SGSPP ein Merkblatt «Sportpsychiatrische und -psychotherapeutische Aspekte im Leistungssport in Zeiten der COVID-19-Pandemie» erstellt [3]. Eine Befragung zur psychischen und körperlichen Gesundheit und Leistung im Leistungssport in Zeiten von COVID-19 wurde Anfang des Jahres durch das Universitäre Zentrum für Prävention und Sportmedizin, Universitätsklinik Balgrist, und die Sportpsychiatrie und -psychotherapie an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich lanciert [4]. Die Datenauswertung und Vorbereitung der Publikationen ist in Arbeit.

Aus der SGSPP

Statutenänderung

Der Antrag des SGSPP-Vorstandes auf Änderung der Statuten wurde von den SGSPP-Mitgliedern einstimmig angenommen. Damit kann der Vorstand nun die Aufnahme von Interessenten im laufenden Jahr und nicht erst zum Zeitpunkt der SGSPP-Mitgliederversammlung vornehmen. Der Vorstand wird ab sofort die Aufnahme neuer Mitglieder an der dann nächst folgenden Mitgliederversammlung kommunizieren.

Ein weiterer Punkt der Änderung der Statuten betraf die Einrichtung der Mitgliedschaftskategorie «Institutionelle Mitglieder». Die vorgeschlagene Regelung, dass diese eine delegierte Person zur Mitgliederversammlung abstellen können, die lediglich aktives Stimmrecht hat, also nicht in den Vorstand gewählt werden kann, soll zudem der Möglichkeit einer übermässigen Einflussnahme entgegenstehen.

Die neuen Statuten können auf der SGSPP-Homepage heruntergeladen werden.

Mitgliederentwicklung

Wie schon in ihrem Gründungsjahr konnte die SGSPP auch 2020 ein erfreuliches und kontinuierliches Mitgliederwachstum aufweisen, zunehmend in allen Landesteilen. Institutionelle Mitglieder, die bereits die Arbeit der SGSPP unterstützen, sind die Privatklinik Wyss AG, die Psychiatrischen Dienste Graubünden, das PZM Psychiatriezentrum Münsingen AG, die Psychiatrischen Dienste der Solothurner Spitäler sowie ab 2021 auch die Privatklinik Meiringen AG. Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen!

Vorstand

Mit der Benennung von dipl. Arzt Marcel Ivan Raas, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, durch den SGSPP-Vorstand konnte das Ressort Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie zunächst kommissarisch optimal besetzt werden. Der nächsten SGSPP-Mitgliederversammlung im Rahmen der 2. SGSPP-Jahrestagung am 22. Januar 2021 obliegt es, die Benennung per Wahl zu bestätigen. Marcel Raas und Carlos Gonzalez Hofmann wurden zudem als Mitglieder der Fort- und Weiterbildungskommission ebenfalls zunächst kommissarisch benannt.

Interdisziplinarität

Die SGSPP unterstützt die Interdisziplinarität als ein wesentliches Prinzip in der Gestaltung und Umsetzung von Sportpsychiatrie und -psychotherapie in der SGSPP und in der Schweiz. Daher ist es umso erfreulicher, dass die SGSPP über zahlreiche Mitglieder verfügt, die nicht (angehende) Fachärztinnen und Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Psychiatrie und Psychotherapie sind. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden und der Interdisziplinarität mehr Gewicht zu geben, beabsichtigt der SGSPP-Vorstand, Fördermitglieder sowie ausserordentliche Mitglieder ab 2021 besser und aktiv in die SGSPP einzubinden.

SGSPP-Curriculum Sportpsychiatrie und -psychotherapie

Über das SGSPP-Curriculum wurde im Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy und weiteren Publikationen bereits ausführlich berichtet, so dass auf diese Publikationen verwiesen wird [5, 6].

SGSPP-Curriculum Sportpsychiatrie und -psychotherapie

Kommunikation

SGSPP-Gesellschaftsnachrichten

In Leading Opinions Neurologie & Psychiatrie wurde 2020 über Themen der Gesellschaft und Sportpsychiatrie und -psychotherapie (in der Schweiz) berichtet. Leading Opinions hat sich für die SGSPP dabei als sehr wertvolle Publikationsplattform erwiesen. Die Gesellschaftsnachrichten wurden zudem als Newsletter an alle SGSPP-Mitglieder verschickt und auf der Homepage der SGSPP aufgeschaltet. Vielleicht werden einmal zukünftige «Generationen» an Sportpsychiatern und -psychotherapeuten in der Schweiz in diesen und weiteren Publikationen den Aufbau und die Entwicklung der SGSPP nachverfolgen können. Ein Anfang ist zumindest gemacht.

SGSPP-Homepage

Auf der SGSPP-Website wird mit dem Newsletter und in weiteren Nachrichten regelmässig über die jüngsten Entwicklungen der SGSPP berichtet. Die SGSPP-Homepage hat sich ebenfalls als eine sehr hilfreiche Kommunikations- und Informationsplattform für die SGSPP erwiesen. Nachdem die deutschsprachige SGSPP-Homepage mittlerweile einen beträchtlichen Inhalt und Umfang aufweisen kann, steht die Übersetzung der (geplanten) Inhalte in französischer und englischer Sprache noch am Anfang. Dieses gilt es in 2021 anzugehen. Das Interesse an sportpsychiatrischen und -psychotherapeutischen Themen nimmt für uns, wie oben angesprochen, spürbar in allen Landesteilen zu, und es ist das Ziel, in weiteren Amtssprachen und für die internationale Ausrichtung der SGSPP in englischer Sprache sichtbarer zu werden.

Neue soziale Medien

Ein weiteres Thema in naher Zukunft wird die zusätzliche Integration der sozialen Medien in die Kommunikation der SGSPP und die Homepage sein.

Sprechstunden für Leistungs- und Freizeitsportler/innen

Die SGSPP unterstützt den Aufbau von spezialisierten Sprechstunden. Im Kanton Bern wurden entsprechende Sprechstunden für Leistungs- und Freizeitsportler/innen aufgebaut. Während das Angebot der Privatklinik Wyss AG und Privatklinik Meiringen auf Leistungssportler/innen zielt, wurde am PZM Psychiatriezentrum Münsingen AG eine Sprechstunde «Medikamente im Fitness-Sport» initiiert. Dieses neue Angebot des PZM wurde an der Klinik für Psychose und Abhängigkeit entwickelt; es unterstreicht damit die Notwendigkeit einer Expertise für dieses Thema im Freizeitsport im Bereich der Psychosen und Substanzgebrauchsstörungen.

Neu befindet sich seit Juli 2020 eine sportpsychiatrische und -psychotherapeutische Sprechstunde für Leistungssportler/innen an den Psychiatrischen Diensten Graubünden PDGR im Aufbau, zunächst an der Klinik Waldhaus Chur. Ein entsprechendes ambulantes Angebot soll es zudem an weiteren Standorten der PDGR geben, zum Beispiel in Davos und St. Moritz, mit dem Ziel, ein wohnort- und sportstättennahes Angebot im Kanton Graubünden zur Verfügung zu stellen. Die Sprechstunde an der PDGR soll dabei intensiv mit den Angeboten an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und der Privatklinik Wyss AG zusammenarbeiten, dies gilt natürlich ebenso für die übrigen, spezialisierten Angebote für Leistungs- und Freizeitsportler/innen.

Auch in der Psychiatrie St. Gallen Nord PSGN wird seit kurzem eine psychiatrisch-psychotherapeutische Sprechstunde für psychische Erkrankungen im Leistungssport (und Breitensport) angeboten. Darüber hinaus sei auf die weiteren, bereits bestehenden Angebote Sportpsychiatrie und -psychotherapie in Kliniken und spezialisierten Praxen verwiesen (siehe SGSPP-Homepage).

Weitere Sprechstunden sind im Aufbau, mit dem Ziel, eine flächendeckende spezialisierte Versorgung für Leistungs- und Freizeitsportler/innen in der Schweiz zur Verfügung stellen zu können. Alle Interessierten und SGSPP-Mitglieder sind eingeladen, entsprechende Angebote zu entwickeln und aufzubauen. Der SGSPP-Vorstand unterstützt ausdrücklich den Aufbau weiterer klinischer Angebote Sportpsychiatrie und -psychotherapie.

Sport und Bewegung in der Psychiatrie und Psychotherapie

Neben Sprechstunden für Leistungs- und Freizeitsportler/innen ist es ebenso wichtig, klinische ambulante und stationäre Angebote und Programme zu fördern, die Sport und Bewegung in der Prävention und Therapie psychischer Erkrankungen adressieren. Das SGSPP-Positionspapier gibt hierzu den Rahmen vor [7]. Beispielhaft sollen an dieser Stelle zwei Projekte vorgestellt werden, die unter Mitarbeit von SGSPP-Mitgliedern umgesetzt werden. Weitere Projekte sind in Planung und wir hoffen, in nächster Zeit über diese Projekte auch berichten zu können.

PACINPAT-Studie

Die PACINPAT-Studie (Lifestyle physical activity counselling in in-patients with major depressive disorder) läuft seit 2019 unter der Gesamtleitung von Prof. Dr. phil. Markus Gerber, Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit, Universität Basel, an vier verschiedenen Schweizer Kliniken. Ziel der randomisiert kontrollierten Doppelblindstudie ist die Wirksamkeitsprüfung eines spezifischen Bewegungscoachings für Menschen mit einer depressiven Erkrankung. Durch das Coaching sollen Menschen, die sich zu wenig bewegen, selbst gesteckte Ziele bezüglich körperlicher Aktivität besser erreichen können; www.pacinpat.com

Projekt Psychiatrie St. Gallen Nord

In der Psychiatrie St. Gallen Nord (PSGN) wurde ein sporttherapeutisches Konzept für die (ergänzende) Behandlung von psychischen Erkrankungen für den stationären Bereich entwickelt und implementiert. Dieses Konzept enthält zentrale, stationsübergreifende und stationsbezogene Gruppenangebote in unterschiedlicher Komplexität und Intensität, die auf die jeweilige Patientengruppe (einschliesslich der Alterspsychiatrie) abgestimmt sind und von einem Sportpädagogen und der Abteilung für Physiotherapie der PSGN durchgeführt werden.

Publikationen

Das Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy (SANP) fungiert seit diesem Jahr als offizielles Organ der Schweizerischen Gesellschaft für Sportpsychiatrie und -psychotherapie. Die Zusammenarbeit mit dem SANP gibt uns die Möglichkeit, zentrale Publikationen, wie zum Beispiel Positionspapiere zu den Tätigkeitsfeldern der SGSPP, zu veröffentlichen. In diesem Jahr wurde neben dem Positionspapier zur psychischen Gesundheit im Leistungssport die Stufe 1 des SGSPP-Curriculums Sportpsychiatrie und -psychotherapie publiziert [5, 8]. Das deutschsprachige Positionspapier zu Sport und Bewegung in Prävention und Therapie psychischer Erkrankungen befindet sich in Vorbereitung und soll im SANP eingereicht werden. Ein weiteres Positionspapier zum wichtigen Thema des Medikamentenmissbrauchs im Freizeitsport wurde jüngst zudem erstellt und im Swiss Medical Forum eingereicht [9].

Sport & Exercise Medicine Switzerland SEMS gab uns die Möglichkeit, die 3. Ausgabe von Swiss Sports & Exercise Medicine 2020 als Special Issue Sports Psychiatry mitgestalten zu dürfen [10]. In insgesamt 18 Artikeln in englischer Sprache, einem Editorial, Positionspapieren der beiden Tätigkeitsfelder, 14 Kurzbeiträgen zu ausgewählten Themen der Sportpsychiatrie und -psychotherapie sowie einem Artikel zum SGSPP-Curriculum war es uns möglich, über Themen der Sportpsychiatrie und -psychotherapie innerhalb der Sportmedizin zu berichten [6, 7, 11, 12]. Unser Dank gilt den Kollegen der Sportmedizin und SEMS für die tolle Möglichkeit, die sie uns hiermit gegeben haben!

Ein erstes deutschsprachiges «Lehrbuch der Sportpsychiatrie und -psychotherapie: Psychische Gesundheit und Erkrankungen im Leistungssport – Grundlagen und Praxis der Psychiatrie und Psychotherapie und der Sportmedizin» befindet sich im Hogrefe Verlag in Vorbereitung. Viele SGSPP-Mitglieder sowie weitere Autor(inn)en aus der Schweiz, Deutschland und Österreich sind an diesem Lehrbuch beteiligt. Der SGSPP-Vorstand hat entschieden, das Buch offiziell zu unterstützen. Das Gesamtmanuskript konnte dem Hogrefe Verlag Ende Oktober zur weiten Bearbeitung zugeschickt werden. Die Arbeit an Band 2 des Lehrbuchs der Sportpsychiatrie und -psychotherapie mit dem weiteren Titel «Sport und Bewegung in Prävention und Therapie psychischer Erkrankungen – Grundlagen und Praxis der Psychiatrie und Psychotherapie und der Sportmedizin» wird uns 2021 begleiten, und es ist geplant, die Arbeit für diesen Band Mitte nächsten Jahres abschliessen zu können.

Weitere Publikationen zu sportpsychiatrischen und -psychotherapeutischen Themen wurden von SGSPP-Mitgliedern verfasst und sind unter «Publikationen» auf der SGSPP-Homepage aufgeschaltet. Hervorgehoben werden soll hier die hervorragende Masterarbeit von Yannis Karrer im Medizinstudium an der Universität Zürich, die mit dem Titel «Disordered Eating and Eating disorders – a Scoping Review» in BMJ Sport Open publiziert werden konnte [13]. Gratulation an Yannis auch an dieser Stelle!

Ein weiteres Themenheft Sportpsychiatrie und -psychotherapie ist für die Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin DZSM in Vorbereitung und soll Ende 2021 publiziert werden. Auch dieses Themenheft wird durch die SGSPP unterstützt. Geplant sind derzeit 14 Artikel zu sportpsychiatrischen und -psychotherapeutischen Themen. Die Artikel sollten dabei nach Möglichkeit jeweils als systematische Reviews oder Metaanalysen erstellt werden.

Forschung

In Kurzbeiträgen zu verschiedenen sportpsychiatrischen und -psychotherapeutischen Themen gaben SGSPP-Mitglieder im Special Issue Sports Psychiatry im Sport & Exercise Medicine Switzerland 2020 einen Einblick in ihre (geplanten) Forschungsinitiativen [10]. Diese Initiativen erfolgen heute oft schon interdisziplinär und klinik-, instituts- und praxisübergreifend. Die SGSPP fördert diesen Austausch, so ermöglichen zum Beispiel die SGSPP-Website und -Veranstaltungen den Forschenden, als Arbeitsgruppe sichtbar zu werden. Gerade für eine junge Fachdisziplin ist eine intensive wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Themen in ihren Tätigkeitsfeldern wichtig. Der SGSPP-Vorstand unterstützt diese Initiative ausdrücklich.

Ihren Mitgliedern stellt die SGSPP auf formlosen Antrag und Zusammenfassung des Forschungsprojektes seit Mitte dieses Jahres eine REDCap-Instanz zur Verfügung. Die REDCap-Instanz Sport ist in die Forschungsinfrastruktur der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich eingebettet. Wir hoffen, in naher Zukunft SGSPP-Mitgliedern und Forschern weitere nützliche Forschungs-Tools für Ihre Projekte zur Verfügung stellen zu können.

Jahrestagung, Fort- und Weiterbildungen

Am 31. Januar 2020 fand in der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich die 1. SGSPP-Jahrestagung und Mitgliederversammlung statt. Vertreter aller deutschsprachigen sportpsychiatrischen und -psychotherapeutischen Netzwerke sind hierzu nach Zürich gekommen, und die sehr gut besuchte 1. Jahrestagung darf als guter Start und Erfolg gewertet werden. Die darauffolgenden bzw. geplanten Fort- und Weiterbildungen waren leider grösstenteils durch die COVID-19-Pandemie, wenn überhaupt, nur deutlich reduziert durchführbar oder mussten zumeist verschoben werden.

Gleiches gilt leider auch für die am 22. und 23. Januar 2021 geplante 2. Jahrestagung der SGSPP und 1. gemeinsame Jahrestagung der SGSPP und Deutschen Gesellschaft für Sportpsychiatrie und -psychotherapie DGSPP. Zugleich sollte sich mit der Jahrestagung der beiden Fachgesellschaften die International Conference on Sports Psychiatry ICSP als regelmässiges Kongressformat etablieren. Aufgrund der COVID-19-Pandemie mit stark steigenden Infektionszahlen in der Schweiz und Europa mussten wir im Oktober entscheiden, die gemeinsame Jahrestagung der beiden Fachgesellschaften und ICSP um ein Jahr auf den 14. und 15. Januar 2022 zu verschieben.

Stattdessen wird am 22. Januar 2021 die SGSPP-Jahrestagung und Mitgliederversammlung virtuell stattfinden. Wir bitten um (nochmalige) Anmeldung unter www.sgspp.ch.

Pandemiebedingt musste leider auch das gemeinsame Symposium von BSC Young Boys, Pro Mente Sana und der Privatklinik Wyss AG erneut verschoben werden; es soll jetzt am 30. April 2021 im Stadion Wankdorf durchgeführt werden. Ein neuer Termin für das Sportpsychiatrie-Symposium der Psychiatrischen Dienste Graubünden steht noch nicht fest. Vermutlich wird das Symposium im Spätsommer/Herbst 2021 stattfinden. Der genaue Termin sowie wie Termine zu weiteren Veranstaltungen sind auf der SGSPP-Homepage aufgeschaltet.

Geplante Fort- und Weiterbildungen Sportpsychiatrie und -psychotherapie in der Schweiz 2021/22 (Auswahl, Stand Dezember 2020)

Danksagung

Bedanken möchten wir uns bei allen SGSPP-Mitgliedern für das Vertrauen und die Unterstützung der Arbeit des SGSPP-Vorstandes und Mitgestaltung der Sportpsychiatrie und -psychotherapie in der Schweiz.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Umfeld alles Gute und Gesundheit sowie – trotz aller Unwägbarkeiten in diesen Zeiten – eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start in 2021.

Sportliche Grüsse

Malte Christian Claussen, im Namen des SGSPP-Vorstands

Correspondence

Dr. med. Malte Christian Claussen, Präsident SGSPP, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Lenggstrasse 31, CH-8032 Zürich, malte.claussen[at]pukzh.ch

Literatur

1 Claussen MC, Fröhlich S, Spörri J, Seifritz E, Markser VZ, Scherr J. Psyche und Sport in Zeiten von COVID-19. Dtsch Z Sportmed. 2020;71:E1–2. doi:. http://dx.doi.org/10.5960/dzsm.2020.435

2 Imboden C, Claussen MC. Die Bedeutung von Sport für die psychische Gesundheit während der Covid-19-Pandemie. LEADING OPINIONS Neurologie & Psychiatrie. 2020;4(3):24–5.

3 Claussen MC, Fröhlich S, Spörri J, Seifritz E, Scherr J, Markser VZ. Merkblatt: Sportpsychiatrische und -psychotherapeutische Aspekte im Leistungssport in Zeiten der COVID-19-Pandemie. Dtsch Z Sportmed. 2020;71:E1–2. doi:. http://dx.doi.org/10.5960/dzsm.2020.436

4 Claussen MC, Fröhlich S, Spörri J, Seifritz E, Scherr J. Psychische Gesundheit im Leistungssport in Zeiten von COVID-19. Swiss Sports & Exercise Medicine. 2020; Publikation online am 15.04.2020. https://doi.org/ http://dx.doi.org/10.34045/SEMS/2020/8

5 Claussen MC, Imboden C, Seifritz E, Hemmeter U, Gonzalez Hofmann C. SGSPP-Curriculum Sportpsychiatrie und -psychotherapie: Stufe 1. Schweizerische Gesellschaft für Sportpsychiatrie und -psychotherapie (SGSPP). Swiss Arch Neurol Psychiatr Psychother. 2020;171:w03111. doi:. http://dx.doi.org/10.4414/sanp.2020.03111

6 Claussen MC, Imboden C, Seifritz E, Hemmeter U, Gonzalez Hofmann C. Swiss Society for Sports Psychiatry and Psychotherapy SSSPP. Curriculum Sports Psychiatry And Psychotherapy: Level 1. Sport & Exercise Medicine Switzerland. 2020;68(3):48–52. doi:. http://dx.doi.org/10.34045/SEMS/2020/22

7 Imboden C, Claussen MC, Gerber M, Gonzalez Hofmann C, Hemmeter U, Seifritz E. Swiss Society for Sports Psychiatry and Psychotherapy SSSPP. Position Paper: Physical activity and mental health. Sport & Exercise Medicine Switzerland. 2020;68(3):14–8. doi:. http://dx.doi.org/10.34045/SEMS/2020/21

8 Claussen MC, Gonzalez Hofmann C, Imboden C, Seifritz E, Hemmeter U. Positionspapier – Psychische Gesundheit im Leistungssport. Schweizerische Gesellschaft für Sportpsychiatrie und -psychotherapie (SGSPP). Swiss Arch Neurol Psychiatr Psychother. 2020;171:w03103. http://dx.doi.org/.

9 Iff S, Butzke I, Quednow BB, Gupta R, Imboden C, Claussen MC. Positionspapier – Image and Performance-Enhancing Drugs (IPEDs) im Freizeitsport. Schweizerische Gesellschaft für Sportpsychiatrie und -psychotherapie (SGSPP). Manuskript in Vorbereitung.

10 Special issue Sports Psychiatry. Sport & Exercise Medicine Switzerland 2020;68(3).

11 Claussen MC. Swiss Society for Sports Psychiatry and Psychotherapy SSSPP. Sport & Exercise Medicine Switzerland. 2020;68(3):5–8. doi:. http://dx.doi.org/10.34045/SEMS/2020/37

12 Claussen MC, Gonzalez Hofmann C, Imboden C, Seifritz E, Hemmeter U. Swiss Society for Sports Psychiatry and Psychotherapy SSSPP. Position paper: Mental health in competive sport. Sport & Exercise Medicine Switzerland. 2020;68(3):9–12. doi:. http://dx.doi.org/10.34045/SEMS/2020/20

13 Karrer Y, Halioua R, Mötteli S, Iff S, Seifritz E, Jäger M, et al.Disordered eating and eating disorders in male elite athletes: a scoping review. BMJ Open Sport Exerc Med. 2020;6(1):e000801. doi:. http://dx.doi.org/10.1136/bmjsem-2020-000801 PubMed

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